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Gelas Double-Top-Mandoline

Gelas Double-Top-Mandoline
Gelas – Gitarrist, Gitarrenlehrer, Erfinder und Designer Gelas Double-Top-Mandoline

Notwendigkeit mag erfinderisch sein. Diese wunderbare und einzigartige Gelas Double-Top-Mandoline, die Lucien Gelas Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris bauen lassen hat, ist ein Beweis dafür.

Ihre wilde Form verdankt die Mandoline den beiden Decken. Die teilweise obere Oberseite dient als Plattform, um das Ende des Griffbretts an Ort und Stelle zu halten. Dadurch nähert sich der Hals dem Körper in einem schwindelerregend steilen negativen Winkel.

Die Zargentiefe am Halsansatz beträgt 7,30 cm. Am Ende der oberen Decke, ca. die Mitte des Korpus, ist die Zargentiefe 6,60 cm. Die untere Decke beginnt am Endstock bei einer Zargen höhe von 7 cm und verschwindet in der Mitte der Mandoline unter der Oberdecke. Das ist die eigentliche Resonanzdecke, die steil in die andere Richtung geneigt ist.

Die Beiden Decken verlaufen also nicht parallel.

 Somit bildet die Ebene der oberen Decke und des Griffbretts mit der unteren Decke ein V, und die Saiten folgen diesem V, mit dem einzigartig geformten Steg als Drehpunkt.

Durch dieses Design kann die Saitenspannung am Steg von der Resonanzdecke nach oben gezogen werden, statt nach unten oder vorne wie bei einem herkömmlichen Instrument.

Gelas war ein Gitarrenlehrer, Gitarrist, Erfinder und Designer. Er erfand Doppeldeckengitarren, Mandolinen und Ukulelen, welche in ganz Frankreich populär wurden. Zehn seiner Instrumente befinden sich im Musée de la Musique in Paris.

Die Konstruktion der Double-Top-Zupfinstrumente wurde weltweit patentiert und diese Instrumente wurden auch weltweit vertrieben. Auf der Bordeaux Ausstellung 1907 wurde Gélas mit einer Goldmedaille und 1910 mit einer Goldmedaille auf der Brüsseler Ausstellung für seine Doppel-Resonanz-Zupfinstrumente ausgezeichnet.

Das Double-Top-Design schafft ein völlig neues Konzept in der Tonerzeugung. Der Ton hat eine fette Qualität, mit langem Sustain und einem weniger hörbaren Anschlag. Die Höhen und Bässe sind gut ausbalanciert und es scheint ein stärkerer Grundton mit weniger Obertönen zu sein.

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